Mal- und Zeichenmaterialien

Pinsel

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Jeder Künstler hat seine eigene, sorgfältig zusammengestellte „Pinsel-Sammlung“: Feine Pinsel, dicke Pinsel, Borstenpinsel, Aquarellpinsel, Ölpinsel, Japanpinsel, große Tuschepinsel und und und... Die Vielzahl an Pinseln ermöglicht eine große künstlerische Vielfalt. Denn für die verschiedenen Maltechniken und Farben sind unterschiedliche Pinsel geeignet.

 

Im Überblick:


Pinsel für Ölmalerei:
Hier kommen Pinsel aus verschiedenen Tierhaaren zum Einsatz:
Schweineborstenpinsel: Sie sind aufgrund ihrer robusten Elastizität für ausdrucksstarke Maltechniken und einen kräftigen Strich ideal.
Pinsel aus Marder- und Iltis-Schweifhaaren: Sie sind aufgrund ihrer Feinheit besonders für detaillerte Ölmalereien und Lasuren geeignet.
Pinsel aus Dachs-Fellhaaren: Sie haben eine hohe Farbaufnahmefähigkeit sowie fein ausgebildete Spitzen und sind zudem sehr stabil und haltbar.
Hinzu kommt in jüngster Zeit die Entwicklung verschiedener hochwertiger Synthetikfasern, die sich besonders bei der Acrylmalerei bewähren aber auch allen Ansprüchen in der Ölmalerei gerecht werden.

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Pinsel für die Aquarellmalerei:
Für ein Aquarell werden weiche, bauchige Pinsel benötigt. Pinsel für die Ölmalerei sind hier ungeeignet. Die besten Aquarell-Pinsel sind aus Kolinsky-Marder-Schwanzhaar. Sie nehmen beim Malen am meisten Farbe und verlieren auch nach Jahren nicht ihre Qualität. Ein gute Alternative sind Pinsel aus Wiesel- oder Iltishaar.
Welche Pinselgröße optimal ist, hängt vom Motiv und der Bildgröße ab. Als Standardpinsel in der Aquarellmalerei wird meist ein Pinsel mit der Größe 8 (-/+ 2) verwendet. Für große Farbflächen gibt es dickere Pinsel. Für Details ergänzt ein Pinsel mit der Größe 4, 2 und/oder 1 die Sammlung optimal.

 

Die ABC Kunstschule Paris legt Wert darauf, dass die Teilnehmer/innen zu allen erlernten Maltechniken eine anschauliche Lektion in Materialkunde erhalten. So finden Sie zu jeder Maltechnik Tipps für das passende „Werkzeug“ Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Fernkurs-Studienmaterial zum Thema „Aquarellpinsel“:
„Ihre Form scheinen sie erhalten zu haben, um eine ziemliche Menge an Farbe aufnehmen zu können, man könnte sagen, sie haben einen Bauch. Diese Eigenschaft erlaubt es, die Farbe voll und breit auf das Papier zu bringen (...).“


Welchen Pinsel benötigt man wofür?

Rundpinsel

Geeignet, um damit breite Striche zu ziehen wie auch scharf umrissene Punkte zu setzten.

Flachpinsel
Geeignet für kräftige, exakte Linien.

Langstieliger Fächerpinsel
Mit ihm lässt sich die Farbe fedrig verteilen, was z.B. bei der Nass-In-Nass-Malerei sehr gute Effekte bringt.

Runder Plakatschreibpinsel
Geeignet für Linien und Schnörkel. Er wird statt einer Feder für weiche Tuschelinien verwendet.

Chinapinsel
Diese können sehr viel Farbe aufnehmen. Besonders geeignet für das Schriftenmalen.

Verwaschpinsel
Gut geeignet für großflächige Lavierungen oder um nass angelegte Farbflächen verlaufend zu verwaschen.

Pinselpflege
1. Ölfarbenpinsel sollten zunächst gründlich mit einem trockenen Lappen bearbeitet werden. Anschließend die Haare oder Borsten mit Kernseife (nie entfettende Seife nehmen!) und warmem Wasser reinigen.
2. Wasserlösliche Farben unmittelbar nach dem Malen mit Wasser aus dem Pinsel waschen. Dabei den Pinselkörper gut durchreiben, denn nur so werden alle Pigmentrückstände gelöst.
3. Acrylfarbe kann, solange sie nass ist, ebenfalls mit Wasser aus dem Pinsel gewaschen werden. Angetrocknet ist sie nur noch mit Spezialreinigern löslich.
4. Pinsel anschließend mit einem feinen, trockenen Lappen drücken und in die Urform bringen.
5. Pinsel vor neuer Verwendung gut an der Luft (nicht auf der Heizung) trocknen lassen.

 

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