Maltechniken: von Aquarell bis Ölmalerei

Lithografie

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Lithografie mit acht Farben

Die Lithografie ist eine besondere Drucktechnik, die 1797 in München entdeckt wurde. Das Verfahren verdrängte sehr rasch den Kupfer- und Holzstich, obwohl es vergleichsweise teuer ist. Diente als Druckplatte zunächst Stein, ersetzte man dieses schwere und schlecht zu handhabende Material durch Zinkplatten. Die Maler Toulouse-Lautrec, Manet, Bonnard und viele andere haben damit gearbeitet.
Von allen Druckverfahren schätzen Künstler die Lithografie am meisten, weil sie erlaubt, sich unmittelbar und frei ausdrücken zu können. Zwar verlangt die Farblithografie eine gewisse Erfahrung; mit der einfarbigen schwarzen Lithografie erreicht man jedoch von Anfang an befriedigende Ergebnisse. Zum selbstständigen Drucken benötigt man eine Presse, Steine und eine Reihe weiterer Materialien. Für Anfänger ist es sinnvoll, ihre Arbeiten zunächst bei einem Fachmann ausführen zu lassen, der eine Presse besitzt und auch Steine oder Zinkplatten stellt.


In der ABC Kunstschule Paris können Sie die Lithografie- Technik Schritt für Schritt kennen lernen. Viele praktische Tipps und genaue Anleitungen erwarten Sie. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Fernkurs-Studienmaterial zum Thema „Lithografie – Material und Werkzeug“:



„Zum Druck von Lithos braucht man eine Presse mit „Rakel“, das ist ein mit Leder bespanntes Holzstück. Während des Pressvorgangs gleitet die Rakel mit großem Druck reibend über Papier und Stein und presst beides aufeinander. (...)
Der Lithoträger ist ein sehr harter und feinporiger Kalkstein. Für sorgfältige Arbeiten sind graue Steine am gesuchtesten. (...)
An Stelle des Steins können auch Zinkplatten verwendet werden, die ebenfalls gekörnt sein müssen. (...) Es besteht auch die Möglichkeit, dass man die Arbeit zu Hause auf sog. lithografischem Umdruckpapier ausführt, diese Arbeit dann einem Drucker anvertraut, der sie auf einen Stein überträgt und davon dann die Drucke herstellt. (...)
Die beste Lithografentinte gibt es in fester Form als kleine Stäbe zu kaufen: die Tinte erhält man in diesem Fall dadurch, dass man das Stäbchen auf einer Untertasse reibt. Dann setzt man einige Tröpfchen wasser hinzu und mischt gut. Zum Zeichnen mit der Feder gibt man die so erhaltene Tinte in einen Napf, zum lavierenden Malen mit dem Pinsel stellt man die verschiedenen Verdünnungsgrade in der Untertasse her. (...)“

 

Mehr zum Präparieren des Steins, zum Druck und zur Farbe können Sie im Lehrbuch der ABC Kunstschule Paris nachlesen, das zum Fernkurs gehört.


 

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