Mal- und Zeichenmaterialien

Leinwand

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Links: Der Leim wird in warmes Wasser gestreut.
Rechts: Auftragen des Leimes auf die Leinwand

Leinwand ist ein festes, wenig geschmeidiges Gewebe, das aus den Bastfasergarnen von Pflanzen wie Flachs, Hanf oder Jute besteht.
Für die Ölmalerei und heute auch für die Acrylmalerei ist Leinwand der am häufigsten verwendete Malgrund. Auf Leinwand wirken die Farben am leuchtendsten und das leicht nachgebende Material ist ideal für einen dickeren Farbauftrag geeignet.


Es gibt für die Malerei verschiedene Leinwandsorten:

fein
halbfein
grob
sehr grob (Jute)


Diese Leinen werden alle bereits präpariert im Handel verkauft, man kann sie aber auch selbst vorbereiten und aufspannen.


Die ABC Kunstschule Paris legt Wert darauf, dass die Teilnehmer/innen zu allen erlernten Maltechniken eine anschauliche Lektion in Materialkunde erhalten. So finden Sie zu jeder Technik Tipps für das passende „Werkzeug“. In der Lernstufe zur Ölmalerei ist beispielsweise eine vollständige Anleitung für die Herstellung eigener Leinwand-Malgründe integriert. Den Telnehmer/innen wird genau gezeigt, wie sie eigene Leinwände auf Keilrahmen aufspannen und für das Malen vorbereiten. So können sie selbst hochwertige Leinwände in allen gewünschten Größen herstellen, ohne auf konfektionierte Massenware aus dem Handel zurückgreifen zu müssen.


Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Fernkurs-Studienmaterial zum Thema „Leimung der Leinwand mit ölhaltiger Grundierung, die ein rasches, lasierendes Malen erlaubt – Schritt 1“ (von Yvette Cauquil-Prince):


„Im Wasserbad wird geperlter Fischleim erwärmt und geschmolzen. Die Konsistenz des Leimes ist dick genug, wenn er zwischen Daumen und Zeigefinger klebt. Diese Leimlösung wird auf die aufgespannte trockene Leinwand mit einem breiten Dachshaarpinsel aufgetragen. Als Ausgangsmaterial verwendet man etwas stärker verdünnten Fischleim. Dazu gibt man Gips, sog. Sparkalk (auf einen Liter Leim ungefähr ein großes Glas Gips) und mischt das Ganze gut.
Die gespannte und vorgeleimte Leinwand wird flach hingelegt; in die Mitte schüttet man etwas von der vorbereiteten Leim-Gips-Mischung und verteilt sie mit einem breiten Malerspachtel nach außen. Der Vorgang wird so lange fortgesetzt, bis die Leinwand vollständig abgedeckt ist, so dass die Poren verschlossen sind. Die so behandelte Leinwand lässt man ungefähr einen Tag trocknen. (...)“

 

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